lern uns kennen: 10 Fragen an Rene Reiter & Thomas Schorn

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In unserer Memberinnen-Reihe „10 Fragen an - …“ dürfen wir Dir heute Fullstack Developerin Rene Reiter und Frontend Developerin Thomas Schorn vorstellen. Beide arbeiten bereits seit längerer Zeit mit pcode zusammen – wenn auch nicht immer als festangestellte Memberinnen. Im Interview erwarten Dich tolle Geschichten über ihren Weg in die Softwareentwicklung und Themen wie ihre Work-Life-Balance. Das Gespräch wurde irgendwann so launig, dass sogar 10 + 1 Fragen dabei beantwortet wurden. Aber lies selbst.

pcode: Lieber Rene, lieber Thomas: Was genau ist eigentlich Eure Aufgabe bei pcode?

Rene: Als Fullstack Developerin arbeite ich sowohl am Backend als auch am Frontend – und das speziell an einem einzigen Projekt für eine externe Firma, bei dem ich zum Teil auch Mentorin für Junior Developerinnen bin.

Thomas: Ich bin Frontend Developerin mit langjähriger Erfahrung als Senior Webentwicklerin. Das heißt, ich entwickle Web Applications für Kundinnen von pcode und berate sie im ganzen Entwicklungsprozess. 

pcode: Für alle Leute, die nicht so in der Materie sind: Was ist der Unterschied zwischen Frontend und Fullstack?

Thomas: Frontend ist alles, was glitzert und glänzt und der Userin am Bildschirm angezeigt wird. Backend betrifft den Code, der am Server läuft. Kurz gesagt: Das Frontend schickt Anfragen an das Backend – und das Backend kommuniziert mit Datenbanken und anderen Diensten.

pcode: Was war dabei Euer größtes Learning?

Rene: Bei Themen aus der Kategorie „Hot New Shit“ weißt Du lange Zeit nicht, ob sie sich tatsächlich durchsetzen werden. Das war das eine Learning. Und das andere: Wenn Du hinter den Vorhang schaust, merkst Du immer, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen. Lass Dich nicht von der Außendarstellung blenden.

Thomas: Dass man nie auslernt. Als Softwareentwicklerinnen leben wir in einer volatilen Welt, in der man ständig neue Sachen kennenlernen muss. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, sich in jedem neuen Bereich super auszukennen. Viel eher sollte man die grundlegenden Prinzipien der Programmierung verstehen – der Rest kommt mit der Erfahrung. 

pcode: Wie geht ihr mit Ablenkungen im Arbeitsalltag um?

Rene: Ich schaffe es mittlerweile, dass ich mir auch mal 2 bis 3 Stunden blockieren kann, um wirklich im Deep Focus zu programmieren. Dafür stelle ich alle Notifications aus – auch die von Slack. Da ist dir bei uns niemand böse, weil alle den Wert von fokussierter Arbeit schätzen. Dennoch sollte man solche Focus Hours vorab ankündigen und im Kalender festhalten.

Thomas: Als Entwicklerin gibt es keine so dringenden Aufgaben wie zum Beispiel als Systemadministratorin. Es gibt eine Deadline, bis zu der alles funktionieren soll, aber bis dahin sind mehrere Tage oder Wochen Zeit. Mit scheinbar dringenden Benachrichtigungen sollte man sich als Developerin sowieso eher nicht aufhalten. Es dauert nämlich 15 bis 20 Minuten, bis man sich wieder mental in die eigentliche Aufgabe reingedacht hat.

pcode: Das war schon eine gute Überleitung ins Privatleben. Wie sieht es bei euch mit der Work-Life-Balance aus?

Rene: Ich lege großen Wert auf eine fixe Anzahl an Arbeitsstunden und mindestens 7 Stunden Schlaf. Notifications werden bei mir zwischen 18 Uhr und 8 Uhr abgedreht. Das ist meine Ruhe- und Rückzugzeit, in der ich zum Beispiel im Fitness-Studio oder vor dem Fernseher zu finden bin. So klappt das für mich mit der Work-Life-Balance. 

Thomas: Mit unserer Firmenkultur gehen wir davon aus, dass wir einander nicht außerhalb der Arbeitszeiten stören. Aber wir haben hier natürlich sehr flexible Arbeitszeiten und arbeiten 80–90 % frei an unseren Aufgaben, der Rest sind Meetings. Da kann es vorkommen, dass hin und wieder eine Notification aufpoppt. Disziplin gehört eben auch dazu, damit man sich in der Freizeit wirklich seine Entspannung holt.

pcode: Was war euer Traumberuf als Kind?

Rene: Ich wollte immer Astrophysikerin werden, war dann aber zu schlecht in Mathematik und Informatik. Da war ich lange ein 5er-Kandidat, habe aber schlussendlich mit einem 1er maturiert. Es gab da einen Lehrer, bei dem es "Klick" gemacht hat – Shoutout an ihn!

Thomas: Mir wurde das Programmieren praktisch in die Wiege gelegt.  Es gibt da so einen Mythos in unserer Familie: Mein Vater ist Elektrotechniker. Als meine Mutter zu mir schwanger war, hat sich mein Vater ein Bau-Set für einen Micro-Kontroller gekauft, quasi den Urvater des heutigen Raspberri-Pi. Er hat ihn zusammengelötet. Meiner Mutter war irgendwann langweilig und sie hat damit begonnen, ihn zu programmieren. Mir blieb also da schon nichts anderes übrig, als selbst mal Softwareentwicklerin zu werden. Ich habe einfach das gemacht, was mir Spaß macht - und das ist die Entwicklung.

pcode: Wie hat euer Weg hin zu pcode ausgeschaut?

Rene: Ich habe ja vorher schon von diesem einen Lehrer gesprochen, der meinen Weg entscheidend beeinflusst hat. Dank ihm habe ich Informatik studiert und nebenbei gearbeitet. Kurz vor 30 bin ich dann in ein Start-up gegangen, bei dem wir mit pcode zu tun hatten. Aufgrund von Personalabbau bin ich dann – in beiderseitigem Einverständnis – zu pcode gegangen.

Thomas: Ich habe während meiner Zeit im Gymnasium im Selbststudium damit begonnen, das Programmieren zu lernen. Ich bin fasziniert davon, hinter die Kulissen blicken zu können und unterschiedlichste elektronische Geräte zu verstehen, die in unserem Alltag schon normal sind – bei denen aber wenige Leute wissen, wie sie funktionieren. Ein Tipp: Wenn du bei der Straßenbahn 100-mal den Öffnungsknopf drückst, reagiert der Algorithmus nicht schneller.

Mein Weg zu pcode führte über meine Selbstständigkeit – über diese habe ich Christoph im ehemaligen Co-Working-Space AXIS kennengelernt. Jetzt bin ich schon seit einigen Monaten Mitarbeiterin von pcode. Schon verrückt, als wir uns kennenlernten, war pcode noch ein Ein-Frau-Unternehmen.

pcode: Wie würdet Ihr denn Eure Erfahrungen bei und mit pcode zusammenfassend beschreiben?

Thomas: Alle hier sind wissbegierig. pcode funktioniert nach Christophs Philosophie – das heißt: Immer den Vorhang zur Seite ziehen und die Dinge im Hintergrund erkennen. 

Statt bloß eine handwerkliche Dienstleistung zu bieten, verfolgen wir einen ästhetischen Anspruch bei Code und Design. Clean Code ist hier ein Grundsatz, weil jeder Code irgendwann auch mal wieder gewartet werden muss.

Vielleicht merkt man das schon: Was pcode noch ausmacht, ist ein gewisser Hang zur Perfektion.

pcode: Und mit welchen drei Wörtern würdest Du pcode beschreiben?

Rene: Teamorientiert – Motiviert – Pizza

pcode: Danke für Deine Einschätzung! Was würdet Ihr beide denn Eurem 15-jährigen Ich, bzw. der jüngeren Coder:innen-Generation empfehlen?

Rene: Ausbildung ist wichtig, Noten sind überbewertet.

Thomas: Mach das, was Du jetzt machst. Damit landest Du dort, wo Du bist – und das ist gut.

pcode: Letzte Frage: Welches Buch könnt ihr unseren Leserinnen empfehlen?

Rene: Die Buchreihe „Kinder des Nebels“

Thomas: „Fahrstuhl zu den Sternen“ von Arthur C. Clark.

Hier kannst Du alle unsere Memberinnen kennenlernen – und wenn Du uns lieber persönlich treffen willst: Wunderbar, wir freuen uns immer über Besuch in der Tabakfabrik!

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